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Aus der Ausstellung "Heimat" in Münsingen 2007
 

 

Willkommen bei der Ernst-Bloch-Gesellschaft (EBG)

  

Die Ernst-Bloch-Gesellschaft möchte Interessierte, Freunde und kritisch Zögerliche zum Dialog über die Aktualität der Blochschen Philosophie einladen. Auf dieser Seite finden Sie unsere Veranstaltungsaktivitäten.

 

 

Einladung zur Mitgliederversammlung der Ernst-Bloch-Gesellschaft am 22. März 2012 im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen 

Liebe Mitglieder, seit der letzten Mitgliederversammlung sind zwei Jahre vergangen, weshalb ich Sie nun fristgemäß recht herzlich zur Teilnahme an der nächsten Mitgliederversammlung nach Ludwigshafen einlade. Die MV findet am 22.03.2012 von 17.30 Uhr – 18.30 Uhr im Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, D-67061 Ludwigshafen am Rhein statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit an der Finissage der Carlfriedrich Claus Ausstellung im EBZ teilzunehmen. Das EBZ präsentiert unter dem Titel "Kennung/en" eine Auswahl von Radierungen, Lithografien und Siebdrucken des Künstlers Carlfriedrich Claus, die in Bezug zu den Arbeiten von Ernst Bloch stehen (siehe Flyer). Am 22.03.2012 werden die Kuratorin Paula Böttcher und Thilo Götze Regenbogen im Rahmen einer Lecture Performance den Werkzusammenhang und die Korrespondenz von Claus mit Karola und Ernst Bloch vorstellen. Für die Mitgliederversammlung ist folgende Tagesordnung vorgeschlagen: I.Begrüßung, II.Verabschiedung der Tagesordnung, III. Bericht des Vorstandes, IV.Nachwahl zum Vorstand, V.Pläne der EBG für die Jahre 2012 und 2013, VI.Postume Aufnahme von Jan Robert Bloch als Ehrenmitglied, VII.Einrichtung eines Wissenschaftlichen Beirats zur Unterstützung des Vorstandes der EBG, VIII.Neuaufnahmen, IX.Sonstiges. Anträge können bis 14 Tage vor der Mitgliederversammlung eingereicht werden. Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit den Mitgliedern der Ernst-Bloch-Gesellschaft. Mit besten Wünschen für das neue Jahr - Ihre Francesca Vidal.

 

Ernst-Bloch-Gesellschaft begrüßt die Gründung der Karola-Bloch-Stiftung

Als wichtigen Beitrag zur Würdigung des Lebenswerkes von Karola Bloch begrüßt die internationale Ernst-Bloch-Gesellschaft die Gründung der Karola-Bloch-Stiftung in Reutlingen. „Die Namensgebung der neuen Stiftung“, betont Welf Schröter, Vizepräsident der Ernst-Bloch-Gesellschaft, „trägt dazu bei, noch intensiver die Aufmerksamkeit auf die Lebens- und Wirkungsgeschichte der Architektin und aktiven Gegnerin des Nationalsozialismus zu lenken.“ Siehe Presseinformation der Ernst-Bloch-Gesellschaft (pdf-Datei)

 

 

RÜCKBLICK auf Aktivitäten der Ernst-Bloch-Gesellschaft

 

Workshop "Philosophie trifft Arbeitswelt - Arbeitswelt trifft Philosophie" am 12. November 2011

 

Aus Anlass von "25 Jahren Ernst-Bloch-Gesellschaft" und "Zwanzig Jahren Forum Soziale Technikgestaltung" laden beide Organisationen zusammen mit dem Ernst-Bloch-Zentrum für Samstag 12. November 2011 zur Veranstaltung "Philosophie trifft Arbeitswelt – Arbeitswelt trifft Philosophie" nach Ludwigshafen ein. "Was heißt Identität in der technisierten Wissensgesellschaft? – Wer bin ich im Netz und wie viele? – Über Ungleichzeitigkeiten des „Ich“ in der Arbeitswelt" lautet der Titel des Workshops. Unter dem Titel „Arbeitswelt trifft Philosophie – Philosophie der Arbeitswelt“ haben sich auf Initiative des Forum Soziale Technikgestaltung die Ernst-Bloch-Gesellschaft, das Ernst-Bloch-Zentrum und weitere Partner zu einer Diskursgemeinschaft zusammengefunden, die schon über mehrere Jahre hinweg neue Wege des Dialoges zwischen Wissenschaft und Wirtschaft eröffnet. Gesucht sind „konkrete Utopien der Arbeit“. In diesem Jubiläumsjahr soll das Wechselverhältnis von Realität und Virtualität und die dadurch entstehende Spannung für das menschliche Subjekt thematisiert werden. Wie wächst die reale Identität des Individuums? Welche Bedeutung hat das Entstehen der „virtuellen Identität“? Wieviel Virtualität hält die menschliche Identität aus? Droht das technische Identitätsmanagement das Werden des „Ichs“ vorzubestimmen? Der offene Workshop will Anlass zum Nachdenken und zur Nachdenklichkeit bieten. Im konstruktiven Dialog soll ausgelotet werden, wo soziale und gesellschaftliche Handlungsnotwendigkeiten entstehen. Am Ende sollen Leitfragen für die weitergehende Diskussion formuliert werden. Um Anmeldung bei Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können wird gebeten. (Programm)

 

 

Lesung aus Anlass "40 Jahre Verein Hilfe zur Selbsthilfe" 

Vor vierzig Jahren gründete Karola Bloch mit Unterstützung ihres Mannes den "Verein Hilfe zur Selbsthilfe" zur Betreuung von Strafentlassenen. Aus diesem Anlass veranstaltet die Osiandersche Buchhandlung in Zusammenarbeit mit dem Talheimer Verlag am 3. November 2011 eine Lesung. Es lesen Dr. Anne Frommann und Welf Schroeter. (Programm)

Fachtagung zum 25jährigen Bestehen der Ernst-Bloch-Gesellschaft

Im Jahr 2011 konnte die Ernst-Bloch-Gesellschaft auf ein Vierteljahrhundert eigener Geschichte seit Ihrer Gründung 1986 zurückblicken. Am 8. Juli 2011 fand an der Universität Landau die "Geburtstagsfeier" in Gestalt einer philosophischen Tagung statt. Unter dem Motto "Konkrete Utopien von Demokratie" sprachen PD Dr. Francesca Vidal (Präsidentin der Ernst-Bloch-Gesellschaft, Institut für Philosophie der Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli (Vizepräsident der Universität Koblenz-Landau, Leiter des Frank-Loeb-Instituts), Dr. Klaus Kufeld (Leiter des Ernst-Bloch-Zentrums Ludwigshafen), Prof. Dr. Gert Ueding (Emeritus des Seminars für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen, Mitglied des Ehrenpräsidiums der Ernst-Bloch-Gesellschaft) und Dr. Gabriele Weiler (Historisches Seminar der Universität Koblenz-Landau). Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Mihály Vajda, Philosoph (Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest/Tübingen). Programm siehe pdf-Datei.

Edition einer "Kritischen Gesamtausgabe" der Werke Ernst Blochs 

Im Jahr 2011 jährte sich zum 25. Mal die Gründung der Ernst-Bloch- Gesellschaft. Bei ihrer Gründung hat sich die Gesellschaft bestimmte Ziele gesetzt. Dazu gehört auch die Bloch-Forschung gemäß der Anforderung aus der Satzung der EBG: „Sie [Die Ernst-Bloch-Gesellschaft] will die Kenntnis des Werkes und des Wirkens Ernst Blochs fördern und vertiefen, die philosophische Forschung auf der Grundlage seines Werkes verstärken und sein Denken sowohl für die interdisziplinäre Diskussion als auch für die Öffentlichkeit fruchtbar machen und damit ein offenes Forum für kritische Philosophie darstellen. Die Gesellschaft wird vornehmlich die Grundlagen und Voraussetzungen von Ernst Blochs Philosophie erforschen, dokumentieren und publizieren sowie die aktuelle Bedeutung seiner Philosophie auf allen von ihm bearbeiteten Gebieten zur Geltung bringen und ihre schöpferische Weiterentwicklung durch entsprechende Veranstaltungen unterstützen.“ Vor diesem Hintergrund beauftragte die Mitgliederversammlung der Ernst- Bloch-Gesellschaft ihren Vorstand, sich verstärkt für eine wissenschaftliche Edition einer "Kritischen Gesamtausgabe" des Werkes von Ernst Bloch einzusetzen. Die Erstellung einer "Kritischen Gesamtausgabe" war auch ein letzter Wille des im Mai 2010 verstorbenen Jan Robert Bloch, dem Sohn von Ernst und Karola Bloch. Der Vorstand möge prüfen, ob sich ein wissenschaftliches Fachnetzwerk bilden lässt, das an verschiedenen Hochschulen ansässig ist und als offene sowie pluralistische Community handelt. Der Vorstand möge Mirjam Josephsohn und Anne Monika Sommer-Bloch zur Mitwirkung einladen, möge dafür die Mitglieder der Gesellschaft aktivieren, möge VertreterInnen philosophischer Institute (Leipzig, Tübingen, Landau, Oldenburg, Sheffield, Zagreb, Paris, Prag, Wien etc.) ansprechen und Kontakt aufnehmen mit allen Einrichtungen, die über entsprechende Nachlässe und Archive verfügen. Zu nennen sind unter anderen das Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen, die Archive in Marbach, Leipzig, Tübingen sowie die Archive der Freunde der Familie (Adolph Lowe, Hans Mayer, Alfred Kantorowicz und andere) wie auch der Nachlass Karola Blochs und Jan Robert Blochs (Berlin, Mössingen, Ludwigshafen, Marbach). Um diese Initiative zu begleiten, soll der Vorstand prüfen, ob ab einer bestimmten Stufe der Projektentwicklung die Berufung eines wissenschaftlichen Beirates hilfreich sein kann. Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand, Kontakt mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufzunehmen, um die Möglichkeiten einer finanziellen Förderung auszuloten. Zur Initiierung der Planungen für die Edition einer "Kritischen Gesamtausgabe" soll eine Ad-hoc-Gruppe beim Vorstand eingerichtet werden, die zusammen mit dem Vorstand eine erste Projektskizze erarbeitet. Die Ad-hoc-Gruppe soll sich mit der bestehenden Initiative zur Ausgabe einer kritischen Fassung des Werkes von Ernst Bloch "Das Prinzip Hoffnung" in Verbindung setzen und die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit prüfen. Die Ad-hoc-Gruppe soll von der Präsidentin der Ernst-Bloch-Gesellschaft geleitet werden. Der Vorstand bittet alle interessierten Personen, die an dieser neuen Wissenschafts- und Forschungsinitiative mitwirken möchten, sich bei Dr. Francesca Vidal Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können zu melden.

Werkstattgespräch "Impulse für eine kritische Gesamtausgabe"

Im Anschluss an die Fachtagung zum 25jährigen Bestehen der Ernst-Bloch-Gesellschaft (siehe Programm oben) fand am 8. Juli 2011 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Universität Landau ein erstes Werkstattgespräch „Impulse für eine Kritische Gesamtausgabe der (oder einzelner) Werke von Ernst Bloch: Ideensammlung – Findungsdiskurs – erste Strukturierungen – Vertiefungen“ statt.

Liebe Mitglieder und Freunde der Ernst-Bloch-Gesellschaft, ganz herzlich möchte ich Sie noch einmal zur Teilnahme am Werkstattgespräch ‚Impulse für eine Kritische Gesamtausgabe der (oder einzelner) Werke von Ernst Bloch‘ einladen. Schon lange gärt in unserer Gesellschaft der Gedanke, dass es für die Bloch-Forschung unabdingbar ist, eine kritische Ausgabe zur Verfügung zu haben. Ob dies Konsens ist oder es auch gegenteilige Auffassungen gibt, ob es überhaupt machbar wäre und wenn ja, wie und mit wem, ob sich Einzelne oder Teams eine Mitarbeit an einem solchen Projekt vorstellen können, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gäbe, all dies wollen wir unter den Stichworten ‚Ideensammlung, Findungsdiskurs, Erste Strukturierungen, Vertiefungen‘ am Nachmittag des 8. Juli in der Universität in Landau diskutieren. Als Ratgeber werden auch Vertreter befreundeter Verlage wie dem Talheimer und dem Akademie und evtl. dem Suhrkamp Verlag teilnehmen. Die Werkstatt bloch@work bildet den Abschluss unserer diesjährigen Jahrestagung ‚Konkrete Utopien von Demokratie‘ und als konkrete Utopie verstehen wir auch unseren Traum von einer Kritischen Gesamtausgabe. Ihre Francesca Vidal

Menschlichkeit als Methode - Herkunft und Zukunft von sozialpägogischem Handeln

Das Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Tübingen lud für den 19. Mai 2011 um 19.00 Uhr zu einer Fachveranstaltung in den alten (Blochschen) Tanzsaal (Tübingen, Münzgasse). Es sprach Dr. Anne Frommann, Tübingen. Sie war von 1971 bis 1990 lehrendes Mitglied des Instituts für Erziehungswissenschaften der Universität Tübingen, hatte ihre Praxiserfahrungen in Heimerziehung, Beratung und Heilpädagogik mitgebracht, als sie anfing, zusammen mit Hans Thiersch und anderen das Diplomstudium der Sozialpädagogik aufzubauen. Daneben begann sie mit der Schulsozialarbeit an der damaligen Gesamtschule in Tübingen. Berufspolitisch und international war (und ist) sie insbesondere in Verbindung mit der "Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen" mit Entwicklungen und Widerständen beschäftigt. Den Hintergrund und den Nährboden bildete das "Leben" und seine Erfahrungen. Ihr Buch "Menschlichkeit als Methode" versammelt Arbeiten aus einigen Jahrzehnten und ordnet sie entlang der Praxis-Gebiete, der Lebensaufgaben und der Herausforderungen der Zeit an. Es geht um Kindheit, Familie und Öffentlichkeit, Schule und das Soziale, um Heimerziehung, Krieg und Frieden, Hoffnung und Freundschaft, Praxis, Reflexion und Theoriebildung. – Anne Frommann hat ihre wissenschaftliche und praktische Arbeit stets mit der Auseinandersetzung mit dem Werk Ernst Blochs verbunden. Sie ist seit langem Mitglied der Ernst-Bloch-Gesellschaft. Durch den Abend führte als Moderator Dr. Eberhard Bolay (IFE).

Im Geiste von Kurt-Weill

Vom 28. bis 30. Januar veranstaltete das Kurt-Weill-Zentrum Dessau in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk, mit der Ernst-Bloch-Gesellschaft und weiteren Partnern die Tagung "Entdeckungen III". Es handelte sich um den abschließenden dritten Teil einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe: "Die ENTDECKUNGEN 3 lotsten das Publikum durch das Berlin (aber auch das Dessau) der 1920er Jahre, durch stark verzweigte städtische Labyrinthe, forschten schließlich dem Verhältnis von Mensch und Technik nach sowie den humanen Potentialen des urbanen Raums. Und damit sich die Besucher nicht verirrten, wurden ein ortskundiger Scout engagiert: Kurt Weill, der – von wacher Neugier getrieben – zwar für manche Pirouette gut ist, aber die Spur stets zu sichern vermag." Die EBG-Präsidentin Dr. Francesca Vidal sprach bei dieser Tagung über "Ernst Bloch, Kurt Weill und das Bauhaus". Siehe Programm (pdf-Datei 1,6 MB).

Veranstaltung "Ungleichzeitigkeit und Freiheit in der Zeit" zum 125. Geburtstag Ernst Blochs und zum Gedenken an Jan Robert Bloch

Das Thema "Zeit" und die Bedeutung der Ungleichzeitigkeit stand im Zentrum eines besonderen Dialoges, an dem sich kompetente Vertreter/innen des Denkens Ernst Blochs (1885-1977) und des Denkens von Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973) trafen. Unter dem Titel "Ungleichzeitigkeiten und Freiheit in der Zeit" diskutierten Ruth Mauthner, Michael Gormann-Thelen, Richard Scherer, Anne Frommann, Beat Dietschy, Anne Monika Sommer-Bloch, Irene Scherer, Welf Schröter. Das genaue Programm siehe die pdf-Datei

Einladung zur Mitgliederversammlung der Ernst-Bloch-Gesellschaft 

Zur Mitgliederversammlung der Ernst-Bloch-Gesellschaft am Samstag, den 30.0ktober 2010 um 9.30 Uhr in den Räumen des Ernst-Bloch-Zentrums Ludwigshafen lud die Präsidentin Dr. Francesca Vidal ein. Als Tagesordnung war vorgesehen: 1. Begrüßung; 2. Verabschiedung der TO; 3. Bericht des Vorstandes; 4. Bericht des Schatzmeisters; 5. Bestätigung der Wahl der Kassenprüfer; 6. Bericht der Kassenprüfer; 7. Entlastung des Vorstandes; 8. Vorstellen der Kandidaten für den neuen Vorstand; 9. Wahl eines Wahlleiters; 10. Wahl des Vorstandes; 11. Wahl der Kassenprüfer; 12. Antrag auf Aufnahme von Herrn Prof. Dr. Dr. Michael Daxner ins Ehrenpräsidium der Ernst-Bloch-Gesellschaft; 13. Weitere Anträge; 14. Veranstaltungen zum 25jährigen Jubiläum der Ernst-Bloch-Gesellschaft; 15. Neuaufnahmen; 16. Sonstiges.   

Tagung „Utopie der Zivilgesellschaft. Die Zukunft des Sozialen in den europäischen Gesellschaften“ 

Die Mitgliederversammlung war eingebunden in die Jahrestagung der Ernst-Bloch-Gesellschaft, die sich anlässlich des 125ten Geburtstages von Ernst Bloch dem Thema „Utopie der Zivilgesellschaft. Die Zukunft des Sozialen in den europäischen Gesellschaften“ widmete. Die Tagung fand vom 28.-30.Oktober 2010 im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen (Walzmühlstr. 63, 67061 Ludwigshafen) statt. Da dieses Thema dem in diesem Jahr unerwartet gestorbenen Jan Robert Bloch sehr am Herzen lag, er unserer Gesellschaft sehr verbunden war und wir seine Diskussionsfreude und Unterstützung sehr vermissen werden, war die Tagung Jan Robert Bloch gewidmet. Siehe das Programm der Tagung: pdf-Datei.

Ernst-Bloch-Gesellschaft trauert um Jan Robert Bloch

Der Autor der „Kristalle der Utopie“ und zahlreicher Veröffentlichung zur Aktualität des philosophischen Werkes Ernst Blochs, der Naturwissenschaftler und Sozialphilosoph Dr. Jan Robert Bloch ist tot. Er starb völlig überraschend am 13. Mai 2010 im Alter von 72 Jahren in Berlin. Die Ernst-Bloch-Gesellschaft trauert um einen Freund, Partner und aktiven Unterstützer ihrer Arbeit. Jan Robert Bloch gehörte der Ernst-Bloch-Gesellschaft seit ihrer Gründung vor bald 25 Jahren an. Er ergriff Partei mit Wort und Präsenz, um Studierenden in den Hochschulen den Zugang zu einer gesellschaftspolitisch agierenden Philosophie zu ermöglichen. Er analysierte den Umgang der Industriegesellschaft mit der Natur, forderte eine Allianztechnik und ein Miteinander von Mensch und Natur ein. Er wandte sich mit seinem „Niemals wieder!“ gegen eine Schluss-Strich-Mentalität, die den Holocaust, die Shoah und die Verbrechen des Nationalsozialismus vergessen machen will. Im „Bloch-Jahrbuch“, dem Jahrbuch der Ernst-Bloch-Gesellschaft, publizierte er seine sozialphilosophischen Arbeiten über die Bedeutung des Bauhauses, den Wandel der Arbeitswelt und die Aktualität des „Noch-Nicht“, in der die Möglichkeit der humanen Veränderung des Globus gefasst ist. „Wir verlieren mit Jan Robert Bloch nicht nur einen Freund und Mitstreiter, sondern vor allem auch einen authentischen und glaubwürdigen Kritiker autoritärer Gesellschaftsmodelle“, unterstreicht Dr. Francesca Vidal, Präsidentin der internationalen Ernst-Bloch-Gesellschaft. Der Vorstand der Ernst-Bloch-Gesellschaft wird Jan Robert Bloch in öffentlichen Veranstaltungen würdigen. Siehe auch Frankfurter Buchmesse. Die Trauerfeier findet Freitag, den 28. Mai 2010, um 10:30 Uhr im Französischen Dom, Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin-Mitte statt. Die Beisetzung erfolgt um 13 Uhr auf dem Französischen Friedhof, Chausseestr. 127, 10115 Berlin. Treffpunkt ist der Kapellenvorplatz nebenan auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof. Anstelle von Blumen und Kränzen wird um eine Spende für die „Stiftung Friedliche Revolution” auf das Konto 11 00 111 111 bei der Sparkasse Leipzig, Bankleitzahl 860 555 92 gebeten. Siehe auch neu Frankfurter Buchmesse.

Projekt VIA unterstützt ZIMT-Campus Bildung und Beschäftigung Heidelberg

Der „ZIMT-Campus Bildung und Beschäftigung Heidelberg“ stellte einen Ort der Motivation, des Lernens und Nachdenkens dar, einen Platz für den Erwerb von Orientierungswissen über die Zukunft der Arbeit, eine Chance zur Stärkung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit, eine Möglichkeit zur Mitwirkung an Innovationen für die Region. Der „ZIMT-Campus Bildung und Beschäftigung Heidelberg“ bot neue sozial-innovative Wege des Wissenstransfers. Der ZIMT-Campus bot Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern inhaltliche Lern-, Weiterbildungs- und Diskussionsherausforderungen an, um sie an den techno­logi­schen Wandel und neue technische Potenziale heranzuführen. Der ZIMT-Campus bot in 2010 und 2011 Vorlesungen und Seminare zu den Themen: Kompetenzfeld Arbeitswelt & Lebenswelt; Kompetenzfeld Technik & Innovation; Kompetenzfeld Beruflichkeit & Frauen im Beruf; Kompetenzfeld Ingenieurinnen & Ingenieure. Der „ZIMT-Campus Bildung und Beschäftigung Heidelberg“ in der Transfergesellschaft war eines der Ergebnisse des gewerkschaftlichen Innovationsprojektes ZIMT und wurde unterstützt von den Partnern IG Metall Heidelberg, weitblick personalpartner, Projekt Engineering der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg, Forum Soziale Technikgestaltung, Projekt MAREMBA (AP 9) im BMWi-Programm SimoBIT, Projekt VIA und weiteren Akteuren. Kontakt: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können   Programm für Sommersemester 2010 (April-Juli 2010) (pdf-Datei)

Ein Projekt der Moderne  -  In Erinnerung an Bauhaus und Pausa, Löwensteins und Adolph Lowe

Anlässlich des neunzigsten Gründungstages des Bauhauses (1919-2009) startete ein Netzwerk aus Personen und Einrichtungen am 23. Juli 2009 ein ehrgeiziges Vorhaben. Es trägt den Titel "Pausa – Artur und Felix Löwenstein – Bauhaus – Adolph Lowe". Ziel des Vorhabens ist es, verschiedene geschichtliche Fäden und Linien des Ausgreifens und des Zurückgeworfenseins der Moderne am Beispiel eines eingrenzbaren Mikrokosmos zu verfolgen. In diesem Mikrokosmos treffen Tagträume des Bauhauses, Hoffnungen einer aufgeklärten Arbeiterschaft, weltoffene Kulturen auf die zerstörerischen, inhumanen, antisemitischen Gegenkräfte des Nationalsozialismus. Der Ort dieses Geschehens war die Stadt Mössingen. Dort fand Ende Januar 1933 der einzige Generalstreik gegen Hitler statt. In Mössingen bauten die Brüder Artur und Felix Löwenstein mit dem Textilunternehmen PAUSA ein damals technologisch hochmodernes Textilunternehmen auf, das weltweit tätig war und internationale Preise erhielt. Die PAUSA arbeitete mit dem Bauhaus und Walter Gropius zusammen. Die PAUSA war ein früher Produktionsstandort zur Bauhausverwertung. Die Arbeiter der PAUSA führten den Generalstreik gegen Hitler an. Die Streikenden wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und inhaftiert. Die Gründer der PAUSA, die Brüder Löwenstein, gerieten in den Blickwinkel der Nazis. 1936 wurde die PAUSA zwangs"arisiert" und die Löwensteinfamilien vertrieben. Adolph Lowe, enger Freund von Karola und Ernst Bloch, half der Familie Felix Löwenstein nach Manchester zu entkommen. Adolph Lowe war mit Bea, der Schwester der Löwensteinbrüder, verheiratet. Ernst Bloch widmete Adolph Lowe 1968 das Werk "Atheismus im Christentum". Im Jahr 2009 - 73 Jahre nach ihrer unfreiwilligen Emigration - kehrten die Nachkommen von Felix und Artur Löwenstein zum ersten Mal wieder an den Ort ihrer Vertreibung nach Mössingen zurück. Die 84jaehrige Doris Angel und der 85jaehrige Harold Livingston wurden in Mössingen auch von den Mitgliedern der Ernst-Bloch-Gesellschaft Jan Robert Bloch, Francesca Vidal, Anne Frommann, Irene Scherer und Welf Schröter begrüßt. Zu den Besuchern des PAUSA-Standortes gehörten auch Sandra Lustig und Catherine Lustig-Radt, die Enkelinnen von Adolph Lowe und Bea Löwenstein. In einem fundierenden Vortrag stellte Jan Robert Bloch im Beisein von acht Mitgliedern der Familie Löwenstein die geschichtlichen, politischen, designhistorischen, künstlerischen und technologischen Zusammenhänge dieses damalig umkämpften Brennpunktes der Moderne zusammen. Aus heutiger Sicht rückblickend wird das Durchsetzungsringen der demokratischen Zivilgesellschaft rekonstruiert und auf seine unabgegoltenen zukunftsweisenden Gehalte überprüft. Der Zufall wollte es, dass auch die PAUSA im Jahr 1919 gegründet wurde. Im neunzigsten Jahr der PAUSA-Gründung startet ein Vorhaben mit hohem Symbolwert und mit einem einzigartigen Brennglasblick. Interessierte können sich melden bei Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können  

Frühjahrsprojekttag 2010  der Ernst-Bloch-Gesellschaft

Die Ernst-Bloch-Gesellschaft lud Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Bloch-Forscherinnen und -Forscher im allgemeinen, zum jährlichen "Frühjahrsprojekttag" ein. In diesem Jahr fand der Workshop am 19. März im Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin statt. In diesen Workshops besteht die Möglichkeit, kurz eigene Projekte (Magisterarbeiten, Promotionen usw.) vorzustellen, die einen direkten oder indirekten Bezug auf die Philosophie Ernst Blochs haben. Zusammen mit den Mitgliedern der Ernst-Bloch-Gesellschaft können die Beiträge dann diskutiert werden, und es gibt Gelegenheit für die Klärung von offenen Fragen, für weiterführende Hinweise und Kritik gleichermassen. "Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme!" Für Informationen, Anmeldungen, als Anlaufadresse bei Anmeldungen, wird gebeten, sich bei Prof. Dr. Dr. Rainer E. Zimmermann ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können ) oder Dr. (des.) Silvia Mazzini ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können ) zu melden. (Programm Workshop 2010)

Briefe durch die Mauer

Lesung aus der Korrespondenz zwischen Ernst Bloch und Jürgen Teller in Zehdenick am 10. September 2009 – Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall veröffentlichten Jan Robert Bloch, Anne Frommann, Irene Scherer und Welf Schröter den verschlüsselten Briefwechsel zwischen dem Philosophen Ernst Bloch, der Architektin Karola Bloch, beide Tübingen, sowie dem Philosophen und Blochschüler Jürgen Teller und der Galeristin Johanna Teller, beide Leipzig. Unter den Decknamen „Marcion“, „Polonia“, „Major Tellheim“ und „Minna von Barnhelm“ sandten die Oppositionellen-Ost über Jahrzehnte heimliche Botschaften an die Oppositionellen-West und umgekehrt. Aus mehr als zweihundert Briefen mit mehr als eintausend erklärenden Fußnoten entfalten sich die enttäuschten Hoffnungen zweier Generationen wie auch die Freude über den Sturz der SED. In den Kassibern werden viele Köpfe wieder lebendig: Hans Mayer, Volker Braun, Bertolt Brecht, Ernesto Cardenal, Eberhardt Klemm, Uwe Jonson, Walter Jens, Siegfried Unseld, Werner Tübke, HAP Grieshaber u.a.m. – Mit der Veröffentlichung des Briefwechsels in diesem Band entsteht zugleich ein Impuls für eine Erweiterung der Rezeption der Werke von Jürgen Teller, der in Leipzig als Assistent Blochs unter der Drangsalierung der DDR-Staatssicherheit zu leiden hatte, nachdem die Blochs 1961 die DDR kurz vor der Schließung der Mauer verlassen hatten. „Es gibt viel zu tun mit dem vollendeten Werk, damit es nicht ,fertig gemacht’ wird zum schnellen Gebrauch oder zur abgetanen Gestalt. Ich will dabei helfen. Der revolutionäre Geist Ernst Blochs wird sich durchsetzen, aber nur mit denen, die ihn begreifen und verwirklichen“ (Jürgen Teller). – Welf Schröter liest aus der erstmals fast vollständig vorliegenden und im Talheimer Verlag 2009 erschienenen Korrespondenz. Siehe http://www.klosterscheune-zehdenick.de/ 

Ernst-Bloch-Preis 2009 

Seyla Benhabib wird in diesem Jahr mit dem Ernst-Bloch-Preis ausgezeichnet, der Ernst-Bloch-Foerderpreis geht an Ralf Becker. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Förderpreis mit 2.500 Euro. Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen Dr. Eva Lohse überreicht die Preise in einem Festakt am 25. September 2009, 17 Uhr. Die Stadt Ludwigshafen am Rhein vergibt im dreijährigen Turnus den Ernst-Bloch-Preis, der zum 100. Geburtstag des weltberühmten Philosophen im Jahre 1985 gestiftet wurde. Sie zeichnet "damit herausragendes wissenschaftliches oder literarisches Schaffen mit philosophischer Grundhaltung aus, das für die Kultur in kritischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart bedeutsam ist. Den Foerderpreis erhalten junge Autorinnen und Autoren, von denen aufgrund der bisherigen Leistung weitere qualifizierte wissenschaftliche oder literarische Arbeiten zu erwarten sind", so ein Auszug aus den Richtlinien. Die Auswahl der Preisträger 2009 erfolgte nach dem einstimmigen Votum der Juroren Dr. Klaus Kufeld (Leiter Ernst-Bloch-Zentrum), Dr. Susanne Mayer (Redaktion DIE ZEIT) und Dr. Francesca Vidal (Universität Landau). Siehe http://www.bloch.de/  

Metaphysik der Hoffnung – Ernst Bloch als Denker des Humanen

Vom 30. September bis zum 2. Oktober 2009 findet in Leipzig eine interdisziplinäre Tagung des Instituts für Philosophie der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit Ethos e.V. Verein für Ethik und Philosophie statt. Ihr Titel lautet: „Metaphysik der Hoffnung - Ernst Bloch als Denker des Humanen“. Ziel der international angelegten Tagung ist es, der Auseinandersetzung mit dem Denken Blochs neue Impulse zu geben. „Ernst Bloch, ehemaliger Professor für Philosophie an der Universität Leipzig, ist einer der bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts und wurde lange Zeit auch entsprechend gewürdigt. Gut dreißig Jahre nach seinem Tod ist die Diskussion über sein Werk aber fast vollständig verstummt, trotz der drängenden Aktualität seiner Fragen und Thesen.“ – Im Zentrum der Tagung in Leipzig wird seine Hoffnungsphilosophie stehen, welche hinsichtlich ihrer philosophischen und theologischen Voraussetzungen und ihrer ethischen, politischen und existenziellen Konsequenzen systematisch untersucht werden soll. Zu diesem Zweck werden Bloch-Kenner aus drei Ländern und aus verschiedenen Disziplinen (Philosophie, Theologie, Politologie) nach Leipzig eingeladen. Im 600. Jubiläumsjahr der Universität (1409-2009) wird so die akademisch interessierte Öffentlichkeit an ein wichtiges und komplexes Kapitel Leipziger Philosophie- und Universitätsgeschichte erinnert. An der Tagung nehmen mehrere Vorstandsmitglieder der Ernst-Bloch-Gesellschaft mit eigenen Beiträgen teil. Nähere Informationen siehe hier

Karola Bloch 

In der Reihe "Lebensentwürfe freier Frauen" luden die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel (Hamburg) und die Galerie Morgenland zur Lesung „Die Sehnsucht des Menschen, ein wirklicher Mensch zu werden - Karola Bloch – Architektin, Antifaschistin, Polin" - Eine Textcollage von Welf Schröter. Die in Polen geborene Architektin und Bauhausschülerin Karola Bloch (1905 - 1994) schloss sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus Ende der zwanziger Jahre der kommunistischen Bewegung an. Unter Decknamen fuhr sie illegal durch das Hitlerreich und versorgte den polnischen Untergrund mit Informationen aus Prag und Paris. Mit ihrem Mann, dem Philosophen Ernst Bloch, musste sie ins Exil fliehen und kam über Wien, Zürich, Paris, Prag, Boston nach Leipzig. Die Hoffnungen auf ein besseres Deutschland in der DDR wurden rasch enttäuscht. Wegen der Unterstützung des Ungarischen Aufstandes und der polnischen Revolte 1956 erhielt sie in der DDR Publikationsverbot. Nach dem Wechsel der Blochs 1961 nach Tübingen schloss Karola Bloch Freundschaft mit Rudi Dutschke und unterstützte die Studentenbewegung. Bis zu ihrem Tod verfolgte sie das Trauma des Holocaust, da fast ihre ganz Familie in Treblinka ermordet wurde. - Nähere Informationen zur Veranstaltung siehe http://www.galerie-morgenland.de/index.html  

Jan Robert Bloch zum "Prinzip Hoffnung" 

Sein Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ widmete Ernst Bloch seinem Sohn Jan Robert Bloch. Dieser las daraus am 24. Juni um 19.00 Uhr und kommentierte ausgewählte Passagen aus dem Buch, das von großem sprachlichen Reichtum und bleibender Aktualität ist. Dr. Jan Robert Bloch wurde 1937 in Prag geboren, studierte Chemie und arbeitete am Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel. Seit seiner Pensionierung lebt er in Berlin und lehrt als Dozent für Sozialwissenschaften an der Universität Potsdam. Neben zahlreichen Aufsätzen publizierte er mehrere Bücher: „Kristalle der Utopie. Gedanken zur politischen Philosophie Ernst Blochs“ (1995), „'Ich bin, aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.' Perspektiven der Philosophie Ernst Blochs“ (1997), „Utopie. Ortsbestimmung im Nirgendwo“ (ebenfalls 1997). Die Lesung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Docta spes – Wir haben das Hoffen zu lernen“. In deren Phase II wurden vom 27. Mai bis 16. Juli „Das Prinzip Hoffnung“, das 1959 in Ost und West vollständig publiziert vorlag, und seine Entstehungs- und Editionsgeschichte im Zusammenhang mit Blochs biografischen Stationen USA und Leipzig thematisiert. (www.bloch.de 

Die Blochs in der DDR 

Das Tübinger Kulturzentrum Sudhaus lud für Samstag 11. Juli 2009 um 20.00 Uhr zur Veranstaltung "Zwanzig Jahre Mauerfall 1989: Ernst & Karola Bloch und ihr Verhältnis zur DDR" - Eine Textcollage gelesen von Anne Frommann und Welf Schroeter. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben kamen Ernst und Karola Bloch nach Europa zurück in der Hoffnung auf ein besseres Deutschland in der DDR. Zunächst mit Preisen ausgezeichnet wurden die Blochs alsbald mit Berufs- und Publikationsverbot belegt. Sie hatten sich gegen die SED gewandt und sich mit den politischen Aufständen in Polen und Ungarn solidarisiert. Von der StaSi verfolgt verließen die Blochs 1961 Leipzig und gingen nach Tübingen. Von hier aus unterstützten sie DDR-Oppositionelle wie Jürgen Teller und die kritischen Intellektuellen in der CSSR, in Jugoslawien, Polen und Ungarn. 1989 begrüßte Karola Bloch den Sieg der „Montagsdemonstrationen“ wie vorher schon den Widerstand der Charta 77 in der CSSR und der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc. – Anne Frommann und Welf Schröter lasen aus Briefen Stellungnahmen und autobiografischen Passagen Karola Blochs. Karola Bloch starb vor 15 Jahren am 31. Juli 1994. (www.sudhaus-tuebingen.de)

Lesung im Ernst-Bloch-Zentrum: "Briefe durch die Mauer" 

Das Ernst-Bloch-Zentrum und der Talheimer Verlag luden ein zu einer Lesung: "Briefe durch die Mauer". Welf Schröter liest aus dem neu erschienenen Briefwechsel zwischen Ernst und Karola Bloch sowie Jürgen und Johanna Teller (1954 – 1998). In der Zeit, als Ernst und Karola Bloch in Leipzig lebten und Ernst Bloch an der Universität lehrte, begann eine enge Freundschaft der Blochs zu Jürgen Teller, dem Schüler Blochs, sowie Johanna Teller. Nachdem 1961 die Blochs Leipzig verließen, um in Westdeutschland zu bleiben, setzte sich die Freundschaft in einem jahrzehntelangen deutsch-deutschen Briefwechsel fort. Opposition-Ost und Opposition-West kommunizierten als „Marcion“, „Polonia“, „Tellheim“ und „Minna von Barnhelm“. Um der DDR-Zensur und der StaSi zu entgehen, schrieben sich die Briefpartner über diese Decknamen. Die Lesung fand statt am Donnerstag, 12. Februar 2009 um 19.00 Uhr im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen.

Tagung der Ernst-Bloch-Gesellschaft 2008: Stadt als Heimat   

Am Beispiel von Berlin und gesehen vor dem Horizont des Stadt – und Heimat-Denkens von Ernst Bloch (Arbeitstitel). Berlin 3. - 5. Oktober 2008. Der Philosoph Ernst Bloch hat sich verschiedentlich und literarisch prononciert zur Stadt Berlin geäußert: eine Stadt im andauernden Werden, Konstruktionen im Hohlraum. Verschiedene Autoren, seien es Zeitgenossen von Ernst Bloch (Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Franz Hessel). Nachgeborene (man denke an Richard Sennett, Karl Schlögel, Mike Davis) schufen ihrerseits eine Art literarischer Soziologie der Stadt. Solche avancierte, differenz-sensible literarische Soziologie/soziologische Literatur des Stadt-Raums gilt es zu erinnern, zu würdigen und in den weiten Horizont von Ernst Blochs Denken zu stellen und auch Proben auf die Haltbarkeit des Blochschen Heimat- und Stadt-Denkens anzustellen. Die Veranstaltung wird in door-Anteile haben [Lesung/Theater, Seminar, Podien] und out door-Anteile [Stadt(teil)begehungen, Schreiben/Lesung an öffentlichen Plätzen]. Die Veranstaltung wird schwerpunktmäßig im Literaturforum im Brecht-Haus Berlin-Mitte, Chausseestraße 125, durchgeführt. Die EBG hat bereits 1995 eine Veranstaltung im Literaturforum durchgeführt: U-Topoi. Ästhetik und politische Praxis bei Ernst Bloch; Leitung: Gerd Koch/Rainer E. Zimmermann (die Publikation, die aus dieser Tagung hervorging, liegt im Talheimer Verlag vor. U-Topoi). Aus Anlass der Veranstaltung wird im Saal des Literaturforums eine Foto-Ausstellung mit Bildern aus dem Berliner Hansa-Viertel stattfinden. Das genau Programm der Tagung finden Sie hier: (pdf-Datei)

Ernst-Bloch-Gesellschaft lädt zur Mitgliederversammlung

 Im Oktober 2008 werden die ersten beiden Jahre der Amtszeit des neuen Vorstandes vorüber sein, weshalb wir Sie herzlich zur nächsten Mitgliederversammlung der Ernst-Bloch-Gesellschaft einladen möchten. Die Mitgliederversammlung findet statt am 3. Oktober 2008 von 16.00 – 18.00 Uhr im Kleinen Vortragssaal des Literaturforums im Brecht-Haus, Chausseestr. 125, 10115 Berlin. Als Tagesordnung ist vorgesehen: 1. Begrüßung, 2. Bericht der Präsidentin, 3. Berichte weiterer Vorstandsmitglieder, 4. Bericht des Finanzreferenten, 5. Aussprache, 6. Projekte und Schwerpunkte in den Jahren 2009/2010, 7. Nachwahl eines Vorstandsmitgliedes aufgrund des Ausscheidens von Dr. Karlheinz Weigand (Vorschlag des Vorstandes: Frau Silvia Mazzini), 8. Sonstiges.  

Vortragsveranstaltung "Hat Heimat Zukunft?"   

Unter diesem Titel sprach die Präsidentin der Ernst-Bloch-Gesellschaft, Dr. Francesca Vidal, am 2. Juni 2008 um 20.00 Uhr in Balingen in der Tagesstätte des Vereins für  Gemeindenahe Psychiatrie auf Einladung des "Friedensnetzwerkes Balingen" in Kooperation mit den Evangelischen und Katholischen Bildungswerken.

"Keine Integration ohne Heimat - Keine Heimat ohne Integration". 

Auf Einladung des Sudhaus Tübingen und des Club Voltaire Tübingen kamen am 11. Juli 2008 im Sudhaus Tübingen Diskussionspartner zur Schlussveranstaltung der Reihe „Spuren kultureller Heimat“ zusammen. Wo findet Integration ihr „Zu Hause“, nur in der „eigenen“ oder nur in des „anderen“ Heimat? Finden Philosophie und Alltag irgendwann eine Lösung, eine „in Demokratie begründete gemeinsame Heimat“? - Podiumsdiskussion mit Dr. Athanasios Marvakis (Thessaloniki), Jun.Prof. Dr. Havva Engin, M.A. (Karlsruhe) und Dr. Christine Riegel (Tübingen), Leitung Welf Schröter, Ernst-Bloch-Gesellschaft (Mössingen).

Siebzig Schülerinnen und Schüler diskutierten über Blochs und Dutschkes

Auf Einladung der Kulturscheune Zehdenick sahen am 29. Mai 2008 siebzig Schülerinnen und Schüler der Schulen aus dem Zehdenicker Raum (bei Berlin) den Film "Aufrecht Gehen" von Helga Reidemeister. Vierzig Jahre nach "1968" wollten die Jugendlichen etwas über den damaligen Aufbruch, die Person Rudi Dutschke und dessen Beziehung zu Ernst und Karola Bloch erfahren. Welf Schröter erzählte von seinen Beziehungen zu Blochs und Dutschkes.

Kulturscheune Zehdenick  

Bericht: Eröffnung der Eberhard Braun Memorial Library in der afghanischen Universität Herat

Nach dem Tod des langjährigen Vizepräsidenten und Mitglieds des Vorstandes der Ernst-Bloch-Gesellschaft Eberhard Braun spendete Dorothea Braun-Ribbat die Bibliothek ihres verstorbenen Mannes der Universität Herat in Afghanistan. Michael Daxner (Universität Oldenburg), Kollege und Freund des Toten, organisierte den Buchtransfer und hielt die Eröffnungsrede der neuen "Eberhard Braun Memorial Library". Wortlaut der Rede (pdf-Datei).        

Bericht: Berliner November 2007: Kybernetik – Evolutionäre Systemtheorie – Dialektik  

Kongreß vom 7. bis 10.11. in der Humboldt-Universität zu Berlin (7. und 8.) sowie im Gästehaus der Freien Universität Berlin (9. und 10.), veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik und der Leibniz-Sozietät Berlin, unter Kooperation mit der Ernst-Bloch-Gesellschaft, Ludwigshafen, und des Bertalanffy Centre for the Study of Systems Science, Wien.  

Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Hans Heinz Holz [CH – S. Abbondio] (Grundlegung der Dialektik), an den sich Beiträge anschlossen von Herbert Hörz [Berlin] (Systemtheorie und Entwicklungsdenken), Rainer E. Zimmermann [Kassel/Cambridge/München] (Konzeptuelle Dialektik – Teil 2), Klaus Fuchs-Kittowski [Berlin] (Kybernetik, evolutionäre Systemtheorie und Dialektik), Siegfried Bönisch [Berlin] (Kybernetik und Analog – aus wissenschaftlicher Sicht), Heinz Engelstädter [Berlin] (Dialektik – und wie weiter?), Annette Schlemm [Jena] (Hegelsche Dialektik). Am nächsten Tag wurde die Veranstaltung mit Beiträgen fortgesetzt von Peter Fleissner [Wien] (Informationsgesellschaft – die zweite ‚Great Transformation’?), Christian Fuchs [Salzburg] (Dialektik des transnationalen Informationskapitalismus), Matthias Schafranek [Salzburg] (Evolutionäre Stufen als Abfolge von Spielen), Rainer Thiel [Storkow] (Zur Lehrbarkeit der Dialektik), Hans-Gert Gräbe [Berlin] (Petrinetze und Marxens Arbeitswerttheorie), Peter Fleissner [Wien] (Neuere Gesichtspunkte der Arbeitswerttheorie), Rainer Thiel [Storkow] (Diskussionsrunde zur Lehrbarkeit der Dialektik). Wegen der am dritten Tag im Gästehaus der FU Berlin eingeschobene Tagung „Blended Learning und ethische Bildung“ unter Beteiligung der Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V. gab es im Zusammenhang mit dem Kongreß lediglich zwei Beiträge am Morgen, nämlich von Ruth Dayhoff [Chicago] (Ontology in the medical information system) und Rudolf Seising [Berlin] (Theorien der Systeme in Lebens- und Ingenieurwissenschaften). Am letzten Tag schließlich wurde der Kongreß mit den folgenden Beiträgen abgeschlossen, von Karl-Heinz Bernhardt [Berlin] (Friedrich Engels’ „Dialektik der Natur“ und das Klimaproblem), Rolf Löther [Berlin] (Biologische Evolutionstheorie, Kybernetik und Dialektik), Frank Dittmann [Berlin] (Wie ein Biologe zur Wirtschaftswissenschaft kam), Rudolf Rochhausen [Berlin] (Allgemeine Systemtheorie, Äquifinalität und Dialektik), Verena Witte [Bielefeld] (Ganzheit und System: Die Frühschriften Bertalanffys im Wandel der Biologie), Robert Jahn [Wien] (Der semiotische Informationsbegriff im Kontext systemtheoretischer Modelle der Biologie), Andreas Mertens [Berlin] (Second Life – aus der Sicht eines Kybernetikers), Vincent Brannigan [Chicago] (Regulatory Use of System Safety Analysis and Dialectical Thinking).     

Bericht: Polyphone Dialektik – Ernst Bloch zum 30. Todestag 

Tagung der Ernst-Bloch-Assoziation. 1.-4.11.2007 in Berlin  

Bei der Tagung gab es am ersten Abend eine große öffentliche Veranstaltung mit einem Vortrag von Hans Heinz Holz [CH – S. Abbondio] (Widerspiegelung und Konstruktion. Zum Konzept eines ‚spekulativen Materialismus’.), der sehr lebendig diskutiert wurde. Der offizielle Referatsteil der Tagung begann am nächsten Morgen und bot Beiträge von Martin Blumentritt [Hamburg] (Front, Novum, Materie und polyphone Dialektik. Zur Begründung konkreter Utopie.), Herbert Hörz [Berlin] (Materialistische Dialektik und das ‚Prinzip Hoffnung’), Doris Zeilinger [Nürnberg] (Natur und Dialektik bei Ernst Bloch), Silvia Mazzini [Milano/Berlin] (Ernst Blochs Dialektik und Vattimos ‚schwaches Denken’ im Vergleich), Christian Fuchs [Salzburg] (Die Dialektik Adornos, Blochs und Marcuses im Kontext des informationellen Kapitalismus), Marisol Sandoval [Salzburg] (Grundlagen dialektischer Gesellschafts- und Medienkritik) und Klaus Robra [Düsseldorf] (Zur Dialektik von Information, Leib-, Geist- und Seelenleben). Am nächsten Tag wurde die Veranstaltung fortgesetzt mit den Beiträgen von Wolfgang Fritz Haug [Esslingen] (Über praktische Dialektik), Volker Schneider [Bochum] (Klang des Geldes – polyphones Misstrauen als dialektisches Prinzip modernen Wirtschaftens), Stavros Arabatsis [Bremen] (Dialektische Modelle. Zur Dialektik der kapitalistischen Religion des totalen Marktes.), Annette Schlemm [Jena] (Entwicklung aus der Sicht einer entwickelten Dialektik), Klaus Fuchs-Kittowski [Berlin] (Modellbildung und dialektisches Denken in den Wissenschaften), Rainer E. Zimmermann [Kassel/Cambridge/München] (Konzeptuelle Dialektik – Teil 1)   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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