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Die Philosophie Ernst Blochs, sein Werk und seine biografischen Daten  

Im Wesentlichen handelt es sich bei der Philosophie Ernst Blochs um einen existenzialistischen Ansatz, der mit einer perspektivischen Insichtnahme des Welthaften beginnt, dabei mit dem cogito anhebend. Aber der prä-reflexive Mensch, der völlig bei und an sich ist, ist sich selbst noch zu nah, als dass er fähig wäre, eine solche Insichtnahme durchzuführen, es sei denn, er entwickelte eine angemessene Selbstdistanz und somit eine Differenzierung des Welthaften auf verschiedenen Ebenen. Deshalb beginnt bei Bloch die reflexive Bewegung vom dem aus, was er die Dunkelheit des gelebten Augenblicks nennt, welche die eigene Unmittelbarkeit einer Subjektivität widerspiegelt, die immer noch durch sich selbst verzerrt ist.

  

Es ist die Exteriorisierung dieser Unmittelbarkeit, die aus dieser herausführt und damit in erster Linie die Erweiterung der zuvor begrenzten Perspektive überhaupt ermöglicht. Von daher kann mithin das Welthafte in Sicht genommen werden: indem die Reflexion in einer Abfolge von Drehungen/Hebungen durchgeführt wird, um sich aus dem eigenen Ansich herauszudrehen und sich selbst über den Ausgangspunkt hinauszuheben. Auf diese Weise können Menschen daher mit Beobachtern in einer Landschaft verglichen werden, die jene Landschaft mittels der eigenen Beobachtung recht eigentlich konstruieren – einem Maler ähnlich, der ein Bild von dieser Landschaft produziert. Es ist somit zunächst notwendig, den schädlichen Raum des Vordergrunds zu überwinden und das Bild, das aus dem Vordergrund hervorgeht, mit seinem eigenen, künftigen Hintergrund zu vermitteln.   

Ernst Bloch 3
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Dadurch gewinnt die reflexive Bewegung die ihr eigentümliche Zeitlichkeit. Sie entfaltet sich auf diese Weise innerhalb einer Raum-Zeit, welche ihr den Rahmen gibt, und sie ist zugleich das Maß der Vermittlung mit allen anderen Subjekten, welche dasselbe unternehmen und an dieser Vermittlung teilhaben. Wir erkennen hier ein zentrales und fundamentales Motiv Blochs, das von Beginn an auf die ursprüngliche Bewegung des Denkens auf die intersubjektive Realität hin abzielt: „Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.“ Insofern die Bewegung der menschlichen Reflexion ihrem eigenen Ursprung auf den Grund geht, stößt sie notwendigerweise auf den Naturbegriff, in welchem ein subjektiver Kern angenommen werden kann, der als ein – gleichwohl immer hypothetisches – Natursubjekt die Entwurfsdynamik des Welthaften begründet, welcher ihrerseits die menschliche Reflexion wiederum unterliegt.



 
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